3D-Scanning und Augmented Reality für mehr Effizienz in der Erschließung von Additive Manufacturing

DigiKAM: Digitales Kollaborationsnetzwerk zur Erschließung von Additive Manufacturing

Forschungsprojekt

Motivation und Problemstellung

Additive Fertigung (engl. Additive Manufacturing), umgangssprachlich oft auch als 3D-Druck bezeichnet, ermöglicht die standortübergreifende, dezentrale Entwicklung und Fertigung individualisierter Produkte in kleinen Stückzahlen bei vergleichsweise geringen Kosten. Insbesondere für Produkthersteller, z.B. aus dem durch Sonderanwendungen und Einzelanfertigung geprägten Maschinen- und Anlagenbau, ergeben sich große Potentiale. Die Erschließung der additiven Fertigungsverfahren ist jedoch bislang meist großen Industriekonzernen der Automobil- und Luftfahrtindustrie vorbehalten. Aufgrund begrenzter Ressourcen ist es kleinen und mittleren Unternehmen nicht immer möglich, das benötigte Fachwissen zur Beherrschbarkeit der Technologie aufzubauen.

Projektziele und Lösungsansatz

Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Projekts DigiKAM ein digitales Kollaborationsnetzwerk zur Erschließung der Potentiale additiver Fertigung entwickelt. Ziel ist es, branchenübergreifend die verschiedenen Anwender und Dienstleister von Additive Manufacturing über den gesamten Entstehungsprozess effizient miteinander zu vernetzen. Durch die digitale Zusammenarbeit können auch kleine und mittlere Unternehmen mit geringem Aufwand vom technologischen Fortschritt profitieren.

Darüber hinaus wird im Projekt eine skalierbare und sichere Plattformlösung für den Austausch sensibler Entwicklungsdaten zwischen den beteiligten Akteuren entwickelt. Der gesamte Entstehungsprozess additiv zu fertigender Bauteile wird analysiert und in einzelne Funktionsbausteine gegliedert. 3D-Technologien unterstützen den Additive Manufacturing-Entstehungsprozess, z.B. bei der schnellen Erfassung von potentiellen Bauteilen mittels 3D-Scanning sowie bei der Darstellung optimierter Bauteile nach einem Re-Design mittels Augmented Reality .

Projektsteckbrief

Projekttitel

DigiKAM – Digitales Kollaborationsnetzwerk zur Erschließung von Additive Manufacturing

Laufzeit

01/2017 bis 12/2019

Förderung

Technologieprogramm »Digitale Technologien für die Wirtschaft (PAiCE)« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Fördervolumen
ca. 3,4 Mio. €
Kooperationspartner
  • Krause DiMaTec
  • Atos
  • Miele
  • Friedrich Remmert
Projektleiter

Prof. Dr.-Ing. Roman Dumitrescu

Ziele

  • Skalierbare und sichere Plattformlösung zur Kollaboration in den frühen Phasen des Additive Manufacturing-Entstehungsprozesses
  • Einsatz von 3D-Technologien zur Unterstützung der digitalen Kollaboration im Additive Manufacturing-Entstehungsprozess
  • Transparenz entlang des gesamten Additive Manufacturing-Entstehungsprozesses
  • Management der verteilten Kollaboration durch übergreifende Geschäftsmodelle
© BMWi
© DLR

Das Projekt DigiKAM ist Teil des Technologieprogramms »PAiCE – Digitale Technologien für die Wirtschaft«, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).