Sind wir ein Start-up der OWL-Industrie?

News /

15 Jahre Fraunhofer IEM. Unser Institut ist heute Arbeitsplatz für 300 Menschen und wichtiger Innovationspartner für Industrie und Region. Doch wer weiß, dass „Engineering the Future“ als Science-Start-up der ostwestfälischen Industrie begonnen hat? Mit unseren Direktoren Prof. Ansgar Trächtler, Prof. Eric Bodden und Prof. Roman Dumitrescu blicken wir zurück auf die ersten Jahre unserer Erfolgsgeschichte. Wir wollten wissen, wie sie auf die Entwicklung des Instituts blicken – und haben ihre Antworten hier gebündelt.

Das IEM Direktorium mit einem Zitat und Plakat zum 15 jährigen bestehen des Instituts.
© Fraunhofer IEM

Science-Start-up mit industriellem Rückenwind

Gruppenbild von Männern die gemeinsam an einem Wäschetrockner stehen.
© Reinhard Rohlf
Markus Miele (Miele), Fraunhofer-Präsident Hans Jörg Bullinger, Eduard Sailer (Miele), Christian Brecher (Fraunhofer-Institut Aachen), Nikolaus Risch (Präsident Uni Paderborn), Ansgar Trächtler (Projektgruppe) und Uni-Vizepräsident Wilhelm Schäfer (v. l.) feiern den Auftakt des Fraunhofer IEMs im Jahr 2010.

Die Industrie wollte Fraunhofer. 

2007 war Ostwestfalen-Lippe eine starke Industrieregion mit der Herausforderung, die zunehmend interdisziplinäre Entwicklung von Produkten und Prozessen beherrschbar zu machen. Aber: Einen regionalen Forschungspartner für anwendungsorientierte intelligente Mechatronik gab es so noch nicht. 

Die Unternehmen der Region ergriffen selbst die Initiative, erinnert sich unser Institutsleiter Ansgar Trächtler: Sie schlossen sich zu einem Arbeitskreis zusammen, vergaben Forschungsaufträge und mobilisierten Politik und Wirtschaft, bis drei Jahre später die Entscheidung für Fraunhofer in OWL fiel.

Wir bekamen die Freiheit, etwas ganz Neues zu gestalten. 

Mit jeder Menge Industrie-Support als Rückenwind nahmen wir zum 1. März 2011 offiziell als Fraunhofer-Projektgruppe unsere Arbeit auf. „Sechs oder sieben Personen bezogen in der Zukunftsmeile 1 das erste eigene Büro. Es war wie ein kleines Start-up“, so schildert es unser Direktor Roman Dumitrescu: Viel Improvisation, viel Gestaltungswille und die Freiheit, Dinge neu zu denken.

Gelungen ist das dem IEM-Team sehr gut: Schon im Jahr 2017 wurde aus der Projektgruppe nach erfolgreicher Evaluierung ein eigenständiges Fraunhofer-Institut.

Unser Miteinander ist bis heute prägend. 

Unser Direktor Eric Bodden kam 2016 ans Fraunhofer IEM. Seine erste Erinnerung ist unsere Institutsfeier, auf der er direkt am ersten Arbeitstag unser Team in Feierlaune kennenlernte. Die offene, freundschaftliche Atmosphäre ist ihm bis heute in Erinnerung geblieben. „Das war eine super Sache.“ 

Für uns ist das Miteinander bis heute ein wichtiger Teil unserer Kultur.

Fester Bestandteil der Forschungslandschaft

Gruppenfoto vor Fraunhofer IEM Banner.
© Fraunhofer IEM
„Eine Bereicherung für unser Land«, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei der offiziellen Institutseröffnung des Fraunhofer IEM im Frühjahr 2017.

„Ins Gelingen verliebt.“ Ein Lob vom damaligen Bundespräsident Joachim Gauck. 

„Es passiert nicht so oft, dass ein Bundespräsident zu Besuch kommt“, betont Roman Dumitrescu, für den der Besuch des Staatsoberhauptes im Rahmen seiner OWL-Reise im Jahr 2016 ein besonderer Meilenstein ist.

Gemeinsam mit dem Bundespräsidenten, Unternehmen, Gewerkschaften und dem Technologienetzwerk it’s OWL diskutierten wir zur Zukunft der Arbeit und zeigten die geballte Innovationskraft unserer Region.

Fester Bestandteil der Forschungslandschaft. 

Unser Fraunhofer-Start-up wurde 2016 selbstständige Einrichtung, zum 1. Januar 2017 offiziell Institut. „Das war etwas sehr Besonderes“, blickt Ansgar Trächtler zurück. 

Unsere Direktoren erinnern sich daran, wie das Institut immer sichtbarer wurde: Erst mit der Eigenständigkeit hatten wir auch wirklich unser eigenes Logo. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass aus einem Projekt ein unverzichtbarer Forschungspartner geworden war.