Wissenschaftlerinnen sichtbar machen: Perspektiven am Fraunhofer IEM

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Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar macht weltweit auf die Bedeutung von Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Vielfalt in der Forschung aufmerksam. Der Frauenanteil in der Wissenschaft ist leider deutlich zu gering. Unterrepräsentation in Führungspositionen, strukturelle Barrieren und stereotype Rollenbilder sind nur einige Gründe. Wir räumen ein: Auch wir können diese Herausforderung nicht von heute auf morgen lösen. Ein wichtiger Ansatz ist: Sichtbarkeit schaffen! Deshalb geben heute stellvertretend drei starke IEM-Kolleginnen Einblicke in ihre Perspektiven und richten ihre Botschaften an die nächste Generation von Frauen in der Wissenschaft.

© Fraunhofer IEM
„Wenn man Spaß und Leidenschaft für das Thema hat, gibt es keinen Grund, Angst zu haben. Im Gegenteil: Es macht wirklich Freude." - Katharina Spady
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„Zweifeln ist okay und normal. Folge deiner Neugier. Probier's praktisch aus. Praktika, Mentoring und ein gutes Team geben Orientierung. Die meisten Personen freuen sich, ihre Expertise zu teilen, gehe auf sie zu." - Josefine Meibert
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„Es spielt keine Rolle wer zweifelt oder abrät. Entscheidend ist, was einen selbst begeistert, unabhängig von jeder Reaktion." - Lucia Dichtel

Katharina Spady: „Lasst euch nicht von Vorurteilen aufhalten“

Katharina Spady arbeitet als studentische Hilfskraft in der Abteilung Digitale Transformation. Sie unterstützt bei uns unter anderem das Projekt DualStrat bei Recherchen, Präsentationen sowie bei der Entwicklung methodischer Ansätze und Tools.

Rückblickend spricht sie offen über ihre anfänglichen Zweifel: „Als ich über ein MINT-Studium nachgedacht habe, hatte ich Sorge, in einem überwiegend männlichen Umfeld als Frau nicht akzeptiert zu werden. Heute weiß ich, dass die Zusammenarbeit mit Männern genauso viel Spaß macht und dass der Zusammenhalt unter Frauen enorm viel Kraft gibt.“ Inzwischen hat sie eine neue Perspektive auf ihre damaligen Vorbehalte gewonnen: Herausforderungen haben ihren Reiz. Mit Spaß und Leidenschaft für die Wissenschaft habe es keinen Grund gegeben Angst zu haben, sagt Katharina Spady. Ihre Botschaft an junge Frauen lautet: „Traut euch, probiert es aus und lasst euch nicht von Vorurteilen aufhalten.“

 

Josefine Meibert: Transformation mit Neugier und Haltung

Josefine Meibert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Advanced Systems Engineering, in der Gruppe Strategy & Transformation Management. Sie arbeitet an Fragestellungen rund um Digital & Engineering Transformation.

Ihre Botschaft an junge Frauen, die sich für ein wissenschaftliches Umfeld interessieren, aber noch zögern: Zweifel seien normal – entscheidend sei, ihnen nicht zu viel Raum zu geben und der eigenen Neugier zu folgen. Praktische Erfahrungen, Mentoring und ein unterstützendes Team helfen dabei, den eigenen Weg zu finden. Wichtig sei es Möglichkeiten aktiv zu nutzen, auf Expert:innen zuzugehen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

Ihr Rat: „Sprich aus, was sonst unsichtbar bleibt!“

 

Lucia Dichtel: Begeisterung vor Zweifel setzen

Lucia Dichtel ist studentische Hilfskraft in der Abteilung Sustainable Engineering. Dort unterstützt sie ihr Team in der Projektarbeit und bei Recherchen. Ihre Botschaft an junge Frauen, die noch zweifeln: die Rückmeldungen auf Interesse an der Wissenschaft fallen unterschiedlich aus – ermutigend, kritisch oder skeptisch. Das sei normal. Entscheidend sei, sich davon nicht verunsichern zu lassen und der eigenen Begeisterung für ein Fachgebiet zu folgen.

Rückblickend hätte sie sich selbst früher gern gesagt: „Es wird immer Momente geben, in denen man sich nicht sofort willkommen fühlt – auch im MINT-Bereich. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die offen, unterstützend und wertschätzend sind. Genau an diesen Erfahrungen sollte man sich orientieren.“

 

Sichtbarkeit schaffen. Perspektiven stärken. Forschung voranbringen.

Die Erfahrungen von Katharina Spady, Lucia Dichtel und Josefine Meibert zeigen, wie wichtig unterstützende Umfelder und sichtbare Vorbilder in der Wissenschaft sind. Am Fraunhofer IEM arbeiten wir daran, Frauen in Forschung und Technik gezielt zu stärken – durch faire Rahmenbedingungen, Entwicklungsangebote und Raum für unterschiedliche Perspektiven. Vielfalt ist dabei kein Zusatz, sondern Voraussetzung für zukunftsfähige Forschung.