Girls’Day 2026 am Fraunhofer IEM
Wie kann ich KI ganz konkret nutzen? Wie funktioniert 3D-Druck? Und wie programmiert man eigentlich einen Roboter? Beim diesjährigen Girls’Day am Fraunhofer IEM gingen 13 Schülerinnen im Alter von 12 bis 15 Jahren genau diesen Fragen nach und lernten dabei das Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie kennen.
In der Maschinenhalle des Fraunhofer IEM erlebten die Teilnehmerinnen, wie die Wissenschaftler:innen Industrieroboter durch gezielte Programmierung dazu bringt, präzise Aufgaben zu erfüllen. Unter der Anleitung von IEM Software-Experte Sebastian Leuer schafften es die Mädchen anschließend innerhalb von 30 Minuten zu ihrem ersten selbstgeschriebenen Minispiel mit der visuellen Programmiersprache Scratch.
Abgerundet wurde das Programm von einem Ausflug in die virtuelle Welt: im AR/VR Lab gab es nicht nur Hintergrundwissen rund um Virtual Reality, sondern auch die Möglichkeit 3D-Brillen und Fahrsimulator selbst auszuprobieren. „Ich fand VR schon immer spannend, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß macht, selbst die Simulation zu erleben und zu steuern“, sagt eine Teilnehmerin.
Fragen stellen: Weibliche Vorbilder in der Forschung
Nach einem ereignisreichen Tag stand für die Mädchen besonders eines im Mittelpunkt: Fragen an Forscherinnen und Ingenieurinnen auf Augenhöhe stellen zu können. Die IEM-Wissenschaftlerinnen Gabriela Dorzweiler, Evelyn Figge und Friederike Dohmann berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen im Studium und ihrem Werdegang. „In meiner Schulzeit wusste ich noch nicht, welche Berufsmöglichkeiten ich in der Wissenschaft haben würde, nur dass mir wissenschaftliches Arbeiten immer Spaß gemacht hat. Heute bin ich sehr zufrieden mit meinem Arbeitsbereich, aber ich hätte es großartig gefunden, schon früh mehr über die Wege in die Wissenschaft erfahren zu können“, sagt Gabriela Dorzweiler, die am Fraunhofer IEM im GenAI Incubator mitarbeitet.
Der Girls’Day am Fraunhofer IEM macht deutlich: Frühzeitige Einblicke in MINT-Themen schaffen Orientierung, bauen Berührungsängste ab und eröffnen Perspektiven. Das gilt für die Fachkräfte von morgen, ebenso wie für eine vielfältige und zukunftsorientierte Forschungslandschaft.
Fraunhofer-Institut für