Zweite Runde des Spitzenclusters

Fraunhofer IEM ist bei it’s OWL-Leitprojekten dabei

News / 1.2.2019

Im Spitzencluster it’s OWL arbeiten Industrie und Forschung seit Dezember 2018 an fünf neuen Leitprojekten mit einem Volumen von insgesamt 15 Mio. Euro. Darin entwickeln über 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen Lösungen in den Themengebieten maschinelles Lernen, Big Data in der Produktion, digitaler Zwilling, neue Geschäftsmodelle und Arbeitswelt der Zukunft. An vier Vorhaben ist das Fraunhofer IEM beteiligt. Am 31. Januar 2019 ist nun auch das letzte Projekt „Maschinelles Lernen für Produkt und Produktion“ mit einem offiziellen Kick Off in Bielefeld gestartet.

Das Projektkonsortium des Leitprojektes Maschinelles Lernen für die produzierende Industrie traf sich zum Kickoff an der Uni Bielefeld.
© it's OWL

Das Projektkonsortium des Leitprojektes Maschinelles Lernen für die produzierende Industrie traf sich zum Kickoff an der Uni Bielefeld.

Mit welchen Fragestellungen sich die Projekte befassen und wie sich das Fraunhofer IEM einbringt, haben wir für Sie als Übersicht aufbereitet.

Leitprojekt: Maschinelles Lernen für Produkt und Produktion

Welche Potenziale birgt Maschinelles Lernen für Industrieunternehmen? Gemeinsam mit einem starken Konsortium aus Industriepartnern entsteht im Projekt „Maschinelles Lernen für Produkt und Produktion“ eine Toolbox, in der anwendungsnahe Verfahren des Maschinellen Lernens erfasst werden. Grundlage dafür sind die konkreten Bedarfe aus der Industrie: Bereits bestehende Prozesse und Arbeitsschritte werden mit Maschinellem Lernen optimiert. Die Ergebnisse fließen in die Toolbox ein, die anderen Unternehmen zur Verfügung steht. Das Fraunhofer IEM arbeitet mit Benteler und Hesse insbesondere in den Bereichen Predictive Quality, Prozessoptimierung und hybride Lernverfahren zusammen.
Projektpartner: Uni Paderborn, Uni Bielefeld, Hochschule OWL, FH Bielefeld, Fraunhofer IOSB-INA, Benteler, Hesse Mechatronics, Lenze, Miele, Hanning, Weidmüller, Fraunhofer IEM

Leitprojekt: Plattformstrategien für den Mittelstand

Digitale Plattformen im Consumer Bereich wie Airbnb, Amazon oder Facebook sind „state of the art“. Die fortschreitende Digitalisierung der Industrie liefert nun auch vermehrt Potentiale für digitale Plattformen im industriellen Sektor. Vielen Unternehmen fällt die Entscheidung über den Eintritt in die sogenannte Plattformökonomie jedoch schwer. Welche Marktleistungen sind für ein Plattformgeschäft geeignet? Existieren bereits Plattformen, denen sie beitreten sollten? Wie müssen sie sich aufstellen, um in der Plattformökonomie Erfolg zu haben? Das Projekt „Digital Business“ will kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, ihre eigene Plattformstrategie zu entwickeln. Zunächst werden idealtypische Plattformstrategien, Rollenprofile und Organisationsstrukturen erarbeitet, an denen Unternehmen sich orientieren können. Ein Leitfaden unterstützt bei der Erstellung der eigenen Strategie. Das Fraunhofer IEM fokussiert im Projekt die Erarbeitung eines methodisch geprägten Leitfadens zur Entwicklung einer Plattformstrategie. Außerdem wird es Pilot-Unternehmen unterstützen, eine individuelle Plattformstrategie zu entwickeln und erfolgversprechende Plattformkonzepte zu gestalten. Hier arbeitet das Fraunhofer IEM mit Denios, Wago und GEA als Praxispartnern zusammen.

 Projektpartner: SI-LAB (Uni Paderborn), Lehrstuhl ASE (Uni Paderborn), Unity, Wago, Denios, GEA, Fraunhofer IEM

Leitprojekt: Industrial Automation Platform

Wie können Unternehmen ihre Produktionsdaten sicher und effizient verwalten und darüber hinaus einen zusätzlichen Nutzen generieren? Im Projekt „Industrial Automation Platform“ entsteht eine Plattform für den Transport und die Verarbeitung von industriellen Produktionsdaten. Zunächst werden die Anforderungen der Industriepartner an die Plattform erhoben. Mit Unterstützung des Fraunhofer IEM wird die Plattform so gestaltet, dass Datentransport, Weiterverarbeitung und Komponenten bedarfsgerecht angepasst werden können. Über die Plattform können Unternehmen zusätzliche Services wie Predictive Maintenance oder Fehlerdiagnose umsetzen. Das Fraunhofer IEM fokussiert sich auf den Aspekt Sicherheit in der geplanten Plattformarchitektur. Unter seiner Federführung entsteht ein Secure Development Lifecycle, der die sichere Weiterentwicklung der Plattform ermöglicht.

Projektpartner: Uni Paderborn, Hochschule OWL, Fraunhofer IOSB-INA, Lenze, Weidmüller, Benteler, Kannegiesser, KEB, Fraunhofer IEM

Leitprojekt: Digitale Arbeitswelten in der produzierenden Industrie

Das Projekt „Bedarfsanalyse und Erarbeitung von Unterstützungsangeboten für Unternehmen der produzierenden Industrie zur Gestaltung des digitalen Wandels der Arbeitswelt“ wird Unternehmen bei verschiedenen Dimensionen der Arbeit 4.0 unterstützen. Dazu erheben die Projektpartner zunächst Herausforderungen und Zielvorstellungen der Industrie. Für die unterschiedlichsten Bereiche der Personal- und Organisationsentwicklung entstehen dann konkrete Instrumente und Formate, um das Themenfeld Arbeit 4.0 voranzutreiben. Validiert werden die Konzepte in Pilotprojekten mit der Industrie. Das Fraunhofer IEM arbeitet dazu mit Benteler an der unternehmensübergreifenden Identifikation von Schulungsbedarfen im Kontext der Digitalisierung und an dem Aufbau einer Plattform, die diese zusammenführt. Außerdem entwickelt und erprobt es mit Miele agile Konzepte für die Produktentwicklung. Am Beispiel der Saugroboter-Entwicklung werden sämtliche Schritte, von der Ideenfindung, über die Vorentwicklung hin zur Serienentwicklung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Weidmüller werden Nutzen- und Einsatzpotentiale der Technologie Augmented Reality für die berufliche Weiterbildung identifiziert und in Form eines Demonstrators umgesetzt.
Projektpartner: Uni Paderborn, Uni Bielefeld, Hochschule OWL, Miele, Benteler, Weidmüller, Fraunhofer IEM

Weitere Informationen zu den neuen 5 it’s OWL Leitprojekten finden Sie auf der Website des Spitzenclusters: www.its-owl.de/newsroom/news/detailseite/news/intelligente-maschinen-und-neue-geschaeftsmodelle/