Projekt KIT.OWL: Mit KI kleine und mittlere Unternehmen wettbewerbsfähig machen

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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den industriellen Mittelstand sind anspruchsvoller geworden: Steigende Kosten, internationale Konkurrenz und der rasante technologische Wandel setzen viele Unternehmen unter Druck. Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien neue Chancen. Um diese Potenziale gezielt für die Region zu nutzen, geht jetzt das Projekt „KIT.OWL – Transferoffensive Künstliche Intelligenz für KMU in Ostwestfalen-Lippe“ an den Start.

Übergabe der Förderbescheide für das Projekt KIT.OWL
© OWL GmbH
Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling überreicht die Förderbescheide für das Projekt KIT.OWL an Prof. Dr. Jürgen Jasperneite (Fraunhofer IOSB-INA), Björn Böker (OWL GmbH), Nissrin Heymann (Fraunhofer IOSB-INA) und Verena Dondorf (Fraunhofer IEM).

Am Freitag übergab Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling in Lemgo den offiziellen Förderbescheid an die Projektpartner OstWestfalenLippe GmbH, Fraunhofer IEM und Fraunhofer IOSB-INA. Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen und so die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft langfristig zu stärken.

„Unsere Region ist geprägt von einem starken industriellen Mittelstand. Damit diese Unternehmen auch künftig erfolgreich im globalen Wettbewerb bestehen können, müssen neue Technologien schneller in die Praxis gelangen“, sagt Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit KIT.OWL bündeln wir die Kompetenzen aus Forschung, Wirtschaft und Regionalentwicklung, um KI für Unternehmen konkret nutzbar zu machen und die Transformation unserer Kernbranchen aktiv zu unterstützen.  Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir ein klares Signal: Ostwestfalen-Lippe ist bereit für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz.“

Land und Europäische Union unterstützen KI-Transfer in die Wirtschaft

Mit dem Projekt setzt das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms gezielt Impulse für den Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft. „Ostwestfalen-Lippe verfügt seit Jahrzehnten über eine hohe Technologiekompetenz. KIT.OWL bringt die Künstliche Intelligenz in die Breite der regionalen Wirtschaft und intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft“, betont Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold. „Gerne fördern die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen dieses zukunftsorientierte Projekt.“

Neue Formate für Wissenstransfer und Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt des Projekts steht der systematische Transfer von KI-Know-how aus der Forschung in den industriellen Mittelstand. Während größere Firmen häufig bereits Künstliche Intelligenz einsetzen, bräuchten kleine und mittlere Betriebe angesichts knapper Ressourcen und fehlenden Know-hows Unterstützung. Genau hier soll das Projekt ansetzen, Wissen passgenau zur Verfügung stellen, Testumgebungen und Reallabore anbieten, branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch und Qualifizierungen ermöglichen. So sollen KI-Anwendungen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern in verschiedenen Unternehmensbereichen zeit- und kosteneffizient umsetzbar werden – von der Analyse von Energie- und Produktionsdaten bis zu neuen digitalen Assistenzsystemen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren, wird aus Mitteln des NRW-Wirtschaftsministerium gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert. Die Fördersumme beträgt 1,2 Millionen Euro.