Virtueller Corporate Makeathon liefert neue Geschäftsideen

News / 25. Mai 2021

Neue Ideen und Innovationen für Produkte zu entwickeln bedarf interdisziplinärer Expertise. Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn, kurz ASP rief dazu folgende Challenge aus: „Wie können wir Parkdaten nutzen, um das städtische Leben zu revolutionieren?“. Bei einem virtuell ausgerichteten Corporate Makeathon ließ das Unternehmen vom 20.-22. April rund 60 Studierende der Hogeschool PXL, Belgien die Challenge bearbeiten und in einem Wettkampf um die beste Idee gegeneinander antreten.

News Corporate Makeathon
© Fraunhofer IEM
Gegen 9 Teams setzte sich das Gewinnerteam mit der Einführung der „Padercoins“ für die städtische Verkehrsinfrastruktur durch.
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Innerhalb von drei Tagen entwickelten die Studierenden erfolgreiche Ideen bis hin zum ausgereiften Pitch ihrer Lösungen.

Innerhalb von drei Tagen entwickelten die Studierenden erfolgreiche Ideen bis hin zum ausgereiften Pitch ihrer Lösungen. Vorgestellt wurden die Konzepte vor der Jury, die sich aus einem Team mit Experten und Expertinnen des IOSB-INA, des Fraunhofer IEMs und dem ASP als Challengegeber zusammensetzte. Gegen 9 Teams setzte sich das Gewinnerteam mit der Einführung von sogenannten „Padercoins“ durch. Damit will es die Attraktivität für das Parken außerhalb der Stadt erhöhen um innerstädtische Verkehrsprobleme, wie zum Beispiel Staus, zu vermeiden. Die Lösung wirbt mit den Argumenten, 20 Mal schneller (als mit bisheriger Parkmöglichkeit) einen Parkplatz zu finden und zusätzlich ein monatliches Budget von circa 60€ in „Padercoins“ (bei täglicher Nutzung des neuen Parksystems) ersparen zu können. Das Budget kann anschließend für die innerstädtische Fahrrad- oder E-Scooter-Mietung genutzt werden. Auch für öffentlichen Verkehrsmittel sollen die „Padercoins“ als anerkannte Bezahlmethode gelten.

Die Lösung überzeugte die Jury in allen Beurteilungsaspekten und auch die diesjährigen erschwerten Bedingungen der Pandemie und die damit verbundene virtuelle Zusammenarbeit meisterten die Studierenden mit Bravour. Innerhalb virtueller Workshops, ausgerichtet vom Fraunhofer IEM, befassten sich die Teams mit aktuellen Trendthemen, wie Data Analytics und Smart City Benchmarking.

„Corporate Innovation ist darum auf einen umfassenden Wandel ausgerichtet, der alle Mitarbeitenden erreicht. Schließlich entstehen neue Ideen in deren Köpfen. Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens steigt, wenn Mitarbeitende eingebunden werden, es Raum für Kreativität gibt, Experimentieren erlaubt ist und Rückschläge akzeptiert werden. Haben Innovationen in der Unternehmenskultur einen hohen Stellenwert, zahlt sich das mehrfach aus: Unternehmen können zum Beispiel flexibler auf Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse reagieren“ sagt Laban Asmar, Experte für Innovationsmanagement vom Fraunhofer IEM.

Mit dem Corporate Makeathon bietet das Fraunhofer IEM ein kompaktes Format, um mit der agilen und schlanken Vorgehensweise von Start-Ups das Innovationstempo auch in etablierten Unternehmen erheblich zu beschleunigen. Prof. Dr. Roman Dumitrescu, Direktor Produktentstehung am Fraunhofer IEM, erläutert die Vorzüge des Formats: „Mit einem Corporate Makeathon können Unternehmen in sehr kurzer Zeit neue Ideen für Produkte und Dienstleistungen generieren. Die Zusammenstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgt dabei genauso individuell wie die Aufgabenstellung selbst. So stellen wir eine hohe Anwendbarkeit der Ergebnisse sicher.“

Auch die diesjährige Ausrichtung war trotz neuer virtueller Herausforderungen ein voller Erfolg und eine riesige Bereicherung für Challengegeber sowie Studierende.