Schulung an realem Quellcode anstelle von konstruierten Beispielen

Coaching on the Job: Agile Softwareentwicklung für Ingenieure

Ausgangssituation und Projektziel

GEA Germany ist einer der größten Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie. Das Unternehmen konzentriert sich auf Prozesstechnik und Komponenten für anspruchsvolle Produktionsverfahren und fertigt z. B. Separatoren, Dekanter und Industriezentrifugen. Vor der Inbetriebnahme beim Kunden stellt GEA die speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) der Produktionsanlagen für den jeweiligen Prozess vor Ort ein. Dies geschieht bisher überwiegend manuell über eine grafische Oberfläche der Anlagen. Der Vorgang nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch und ist zudem fehleranfällig.

Lösung und Kundennutzen

Das Fraunhofer IEM begleitete GEA bei der Weiterentwicklung eines prototypischen Administrationswerkzeugs, mit dem die Steuerungen automatisch eingestellt werden können. Zum einen unterstützen Experten bei der Konzipierung, Technologieauswahl und Entwicklung der Software sowie dem Aufbau einer modernen Entwicklungsinfrastruktur mit Continuous Integration, wodurch neue Programmteile sofort getestet und zusammengeführt werden können. Zum anderen wurden den GEA-Mitarbeitenden fortgeschrittene Kenntnisse der Softwaretechnik vermittelt und in der kundenzentrierten, agilen Entwicklungsmethode Scrum ausgebildet. Diese einzigartige Kombination aus inhaltlicher Mitarbeit und bedarfsgerechten Schulungsformaten stellt eine hohe Qualität der zu entwickelnden Software sicher. Zusätzlich sorgt sie für einen nachhaltigen Kompetenzaufbau und befähigt die GEA-Mitarbeitenden für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Pflege der eigenen Softwareprodukte. Aus dem Prototyp des Administrationswerkzeugs entstand ein modernes, webbasiertes Tool, welches erfolgreich in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens, z. B. in der Softwareentwicklung, auf dem Prüfstand und sogar von Kunden selbst, eingesetzt wird.