Komplexe Softwaresysteme modellbasiert entwickeln

Komplexe Softwaresysteme modellbasiert entwickeln

Ausgangssituation und Projektziel

Industrielle Unternehmen befinden sich durch Industrie 4.0 und Digitalisierung in einem Umfeld, dass durch stetige Weiterentwicklung und eine wachsende Komplexität gekennzeichnet ist. In Folge dessen steigen auch die Anforderungen an Software und die Softwareentwicklung. Im Projekt mit der Böllhoff GmbH hat das Fraunhofer IEM gemeinsam einen Softwareentwicklungsprozess aufgesetzt, der es erlaubt, auch komplexe Sofwarearchitekturen schnell und einfach zu erarbeiten.

Das familiengeführte Unternehmen Böllhoff ist weltweit führender Hersteller von Verbindungs-, Montage- und Systemtechnik. In den hochkomplexen Produktionsanlagen spielt Software eine w sentliche Rolle und ist nicht mehr nur für die Steuerungen notwendig, sondern auch essentieller Bestandteil der Gesamtanlagen. Eine hohe Qualität der Software ist daher unerlässlich, da mit den gewachsenen Ansprüchen an die Funktionalität von Software auch die Komplexität der zugehörigen Entwicklungsprozesse steigt. Die Böllhoff GmbH wollte diesen erhöhten Anforderungen begegnen, gleichzeitig aber die Entwicklungszeiten von Software deutlich verkürzen. Es galt daher, den bestehenden Softwareentwicklungsprozess zu modernisieren.

Lösung und Kundennutzen

Im Projekt konnte Böllhoff mit der Unterstützung vom Fraunhofer IEM modellbasierte Techniken einführen und dadurch den Softwareentwicklungsprozess optimieren. Kern der Entwicklungsmethodik war ein spezielles Modellierungswerkzeug, das bei der Erstellung von Funktionsanforderungen und beim Entwurf von Softwarestrukturen unterstützt. Da Änderungen permanent zurückverfolgt werden können, bietet das Werkzeug erhöhte Transparenz. Der modernisierte Entwicklungsprozess ist nun flexibel auf verschiedene Anlagen und in vielseitigen Projekten einsetzbar. Dies ermöglicht es Böllhoff, auch individuelle Kundenwünsche schnell und effizient umzusetzen. Ein wesentlicher Projekterfolg ist darüber hinaus die deutlich verkürzte Time-to-Market von Produkten. Auch die nachhaltige Integration des modernisierten Entwicklungsprozesses in den Produktionsalltag war ein wichtiger Bestandteil des Projekts: Durch Coachings der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde der Transfer in die Produktentwicklung erfolgreich gewährleistet.