Security Champions bei Weidmüller stärken Cybersicherheit in der industriellen Softwareentwicklung

Die von Fraunhofer IEM ausgebildeten Security Champions sind für Weidmüller nicht nur Expert:innen für sichere Softwareentwicklung, sondern auch Multiplikator:innen, die ihr Wissen im Unternehmen weitergeben.
© Weidmüller Interface
Die von Fraunhofer IEM ausgebildeten Security Champions sind für Weidmüller nicht nur Expert:innen für sichere Softwareentwicklung, sondern auch Multiplikator:innen, die ihr Wissen im Unternehmen weitergeben.

Die Herausforderung: Security-Expertise im eigenen Unternehmen verankern

Weidmüller bietet Lösungen für Verbindungstechnik, Automatisierung und Digitalisierung. Zum Portfolio gehören auch softwarebasierte Produkte wie Industrial IoT-Gateways, Steuerungen und Engineeringtools, die integrierte Sicherheitsfunktionen und regelmäßige Software-Updates erfordern. Damit wächst auch die Herausforderung, Softwareprodukte und -systeme wirksam abzusichern: Sicherheitslücken müssen frühzeitig erkannt und behoben werden, um die Zuverlässigkeit der Produkte zu gewährleisten und dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig stellen Regularien wie der EU Cyber Resilience Act (CRA) hohe Anforderungen an die Entwicklung. Für Weidmüller ist klar: Cybersicherheit ist längst ein zentraler Erfolgsfaktor für die industriellen Softwareprodukte. Das Unternehmen entschied sich daher, die eigene Security-Expertise gezielt weiter auszubauen. 

Unser Ansatz: Praxistraining für die sichere Softwareentwicklung

Mit dem intensiven Certified Security Champion Training vermittelte das Fraunhofer IEM zehn Weidmüller-Softwareentwickler:innen weitreichende Kompetenzen für sichere Softwareentwicklung entlang des gesamten Entwicklungsprozesses. Die Schulung schloss mit einer Zertifikatsprüfung ab.

Über einen Zeitraum von 13 Wochen setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema Softwaresicherheit in vielen Facetten auseinander. In Präsenz- und Onlineeinheiten mit praktischen Übungen lernten sie, Sicherheitsrisiken systematisch zu analysieren, sichere Softwarearchitekturen zu entwerfen und Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Die Inhalte der Schulung wurden gezielt auf die individuellen Anforderungen von Weidmüller zugeschnitten: So trainierten die Teilnehmenden neben technischen Themen wie Risiko- und Bedrohungsanalyse, Secure Design, Secure Coding (Defensive Coding) und angewandte Kryptographie auch Soft Skills wie Kommunikation und Konfliktmanagement. Konkrete Security Design Patterns und Best Practices erleichtern ihnen künftig den direkten Transfer in den Entwicklungsalltag.

Das Ergebnis: Qualifizierte Multiplikator:innen für unternehmensweite Security-Kompetenz

Die ausgebildeten Security Champions sind für Weidmüller nicht nur Expert:innen für sichere Softwareentwicklung, sondern auch Multiplikator:innen, die ihr Wissen im Unternehmen weitergeben. Sie unterstützen ihre Teams in Sicherheitsfragen, integrieren Sicherheitsaspekte früh im Produktentwicklungsprozess (Security by Design) und schaffen abteilungsübergreifend wichtige Schnittstellen und Synergien.

Nach erfolgreichem Abschluss erhielten die Teilnehmenden das Zertifikat „Security Champion (Software Security) – Basic Level“, das nach ISO 17024 zertifiziert ist und ihre Qualifikation in sicherer Softwareentwicklung nach einem internationalen Standard nachweist. Mit dem Training baut Weidmüller gezielt Security-Kompetenz im Unternehmen auf und stärkt die Widerstandsfähigkeit seiner Softwareprodukte und -systeme gegenüber Sicherheitsverletzungen und Angriffen im industriellen Umfeld.

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Markus Fockel

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Dr. Markus Fockel

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