Internationale Kooperationen

In internationalen Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen treiben wir technologische Entwicklungen mit vereinten Kräften voran.

Projekte und Kooperationen mit Unternehmen aus Japan

Unternehmensvertreter der japanischen Automobilindustrie und von ISID zu Gast beim Fraunhofer IEM in Paderborn.
© Fraunhofer IEM
Unternehmensvertreter der japanischen Automobilindustrie und von ISID zu Gast beim Fraunhofer IEM in Paderborn.

Im Jahr 2018 konnte die Zusammenarbeit von Fraunhofer IEM und Nissan durch mehrere Projekte und Besuche weiter intensiviert werden. Neben dem fachlichen Austausch stand vor allem die Optimierung des Produktentstehungsprozesses bei Nissan im Fokus. Dazu wurden Methoden aus den Bereichen Systems und Software Engineering entwickelt und pilotiert. In 2018 entstand erstmalig eine Zusammenarbeit mit Honda. Die gemeinsamen Diskussionen über Systems Engineering und innovative Lösungen in den frühen Phasen der Produktentwicklung haben Handlungsfelder für Kooperationen aufgezeigt.

Ein weiteres Highlight des letzten Jahres und Meilenstein für die internationale Kooperation mit Japan war die erste Ausgründung des Fraunhofer IEM. Two Pillars bündelt das breite Know-how des Fraunhofer IEM im Bereich Systems Engineering und die iQUAVIS-Software des japanischen IT-Konzerns ISID.

Mehr erfahren unter https://www.two-pillars.de

Kooperation mit Oracle

Seit 2017 kooperiert das Institut kontinuierlich mit der Oracle Corporation, einem US-amerikanischen, weltweit führenden Softwarehersteller. Oracle vergibt sogenannte »Research Grants« und fördert damit ausgezeichnete Forschungseinrichtungen mit innovativen Projekten. Oracle Research Grants sind international hoch-kompetitiv: Umso erfreulicher, dass das Fraunhofer  IEM schon drei Research Grants gewinnen konnte.

Die Research Grants fördern am Fraunhofer IEM Entwicklungen zur Verbesserung von Softwaresicherheit. In einem Projekt werden die Sicherheit und Architektur der weltweit genutzten Java Runtime verbessert, durch die beiden anderen Research Grants können Weiterentwicklungen am Analysewerkzeug CogniCrypt unterstützt werden. CogniCrypt ist eine Erweiterung für Entwicklungsumgebungen und warnt Softwareentwickler automatisch vor Softwareschwachstellen in ihrem Programmcode.

Kooperationen mit der chinesischen Industrie

Dr.-Ing. Christian Henke mit einer Expertendelegation bestehend aus Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft.
© Fraunhofer IEM
Dr.-Ing. Christian Henke mit einer Expertendelegation bestehend aus Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Kooperationen mit der chinesischen IndustrieGegenwärtig lassen sich viele deutsche Unternehmen in China nieder. In industriestarken Regionen entstehen sogenannte »Sino-German Industrial Cooperation Parks«, die deutschen Firmen einen Zugang zum chinesischen Markt bieten. Dazu forciert die chinesische Regierung die Zusammenarbeit zwischen deutschen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft und der chinesischen Industrie.

Von verschiedenen Institutionen und Wirtschaftsverbänden werden dazu Expertenreisen zur Anbahnung und Etablierung von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen organisiert. Dr.-Ing. Christian Henke wurde in den vergangenen Jahren mehrfach über den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft in die wirtschaftsstarke Zhejiang Provinz eingeladen und leitete im April 2018 eine Expertendelegation mit Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Wissenschaftliche Partnerschaft mit der Universiti Teknologi Mara in Malaysia

Die malaysisch-deutsche Delegation zu Besuch beim Automobilhersteller Proton in Kuala Lumpur, Malaysia.
© Fraunhofer IEM
Die malaysisch-deutsche Delegation zu Besuch beim Automobilhersteller Proton in Kuala Lumpur, Malaysia.

Schon seit mehreren Jahren besteht eine wissenschaftliche Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer IEM und der Universiti Teknologi MARA (UiTM) in der Region Kuala Lumpur, Malaysia. Im Jahr 2012 wurde ein erster German-Malaysian-Workshop mit dem Ziel eines intensiven, wissenschaftlichen Austauschs auf dem Gebiet der Entwicklung mechatronischer Systeme initiiert. Der Workshop wird seitdem im jährlichen Turnus sowie abwechselnd in Deutschland und Malaysia veranstaltet. Darüber hinaus wurde 2015 erstmals vor Ort in Malaysia eine Systems Engineering-Schulung durchgeführt. Durch einen Studierendenaustausch wird die malaysische Kooperation verstetigt. Ziel des Fraunhofer IEM ist es, die Zusammenarbeit zu intensivieren und das Fraunhofer-Modell in Malaysia zu etablieren.

RAISE-MED

Data Science Schulung am Fraunhofer IEM in Paderborn.
© Fraunhofer IEM
Data Science Schulung am Fraunhofer IEM in Paderborn.
Eröffnung des gemeinsamen Innovationslabors an der Universiti Tun Hussein Onn Malaysia (UTHM).
© Fraunhofer IEM
Eröffnung des gemeinsamen Innovationslabors an der Universiti Tun Hussein Onn Malaysia (UTHM).

RAISE-MED ist ein gefördertes Internationalisierungsprojekt des Fraunhofer IEM für das Land Malaysia. Ziel ist der Aufbau von Clusterstrukturen in Malaysia mit dem Fokus auf Innovationsentwicklung in der Medizintechnik. Durch RAISE-MED sollen der Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie in Malaysia verbessert und langfristig die Entstehung von Innovationen im Land gefördert werden.

Zur Erfüllung dieser Ziele soll ein Innovationsnetzwerk maßgeblich beitragen und deren Nachhaltigkeit sicherstellen. Aktuell zählt RAISE-MED 25 Partner aus dem Forschungs- und Industrieumfeld. Die Erweiterung des Netzwerks wird durch die Präsenz des Fraunhofer IEM und weiterer Partner auf diversen Veranstaltungen vorangetrieben. Seitens RAISE-MED wurden rund 20 Veranstaltungen mit insgesamt über 800 Teilnehmenden ausgerichtet. Ferner findet im Rahmen von wissenschaftlichen Austauschprogrammen ein stetiger Ausbau der bestehenden Partnerschaften statt. Seit Projektbeginn nahmen mehrere wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende an diesen Programmen teil.
Die Nachhaltigkeit der Projektaktivitäten wird u.a. durch den Aufbau einer Infrastruktur gewährleistet. Ziel ist eine Plattform zur Vernetzung von Akteuren aus Industrie, Wissenschaft und Politik. Dazu werden zwei Innovationslabore an den Partneruniversitäten Universiti Teknologi MARA (UiTM) in Kuala Lumpur und Universiti Tun Hussein Onn Malaysia (UTHM) in Johor aufgebaut. Durch Methoden des Innovationsmanagements und neue Technologien sollen Innovationen für die Medizintechnik entstehen. Ein großer Meilenstein wurde mit der Eröffnung des Innovationslabors an der UTHM im Januar 2019 bereits erreicht. Mit über 150 Teilnehmenden, mehrheitlich aus der Industrie, war das Interesse sehr groß. Die Partner von RAISE-MED konnten viele Entscheider aus dem produzierenden Gewerbe begrüßen. Neben spannenden Vorträgen und Diskussionen wurden bereits entwickelte Demonstratoren vorgestellt. Das zweite Innovationslabor wird im Frühjahr 2019 an der UiTM in Kuala Lumpur eröffnet.

Mehr erfahren unter www.innovationlabs.my