Institut feierlich eröffnet: Fraunhofer IEM erhöht Stellenwert des Forschungsstandorts Paderborn

Pressemitteilung / 31.3.2017

Erstes Institut der Fraunhofer-Gesellschaft in Ostwestfalen-Lippe / Land unterstützt Neugründung mit mehr als acht Millionen Euro. Das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM in Paderborn ist das erste Institut der Fraunhofer-Gesellschaft in Ostwestfalen-Lippe und das 14. in Nordrhein-Westfalen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft, Dr. Raoul Klingner, betonten beim Festakt anlässlich der Eröffnung die Bedeutung von Industrie und von Netzwerken für die Region sowie den Stellenwert des Forschungsstandorts Paderborn.

 Eröffnen das erste Fraunhofer-Institut in OWL: Prof. Ansgar Trächtler (Leiter Fraunhofer IEM), Svenja Schulze (NRW-Wissenschaftsministerin), Dr. Raoul Klingner (Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Eric Bodden (Direktor Softwaretechnik Fraunhofer IEM), Peter Bankmann (NRW-Wissenschaftsministerium), Dr. Eduard Sailer (Kuratorium Fraunhofer IEM)
© Foto Michael Adamski

Eröffnen das erste Fraunhofer-Institut in OWL: Prof. Ansgar Trächtler (Leiter Fraunhofer IEM), Svenja Schulze (NRW-Wissenschaftsministerin), Dr. Raoul Klingner (Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Eric Bodden (Direktor Softwaretechnik Fraunhofer IEM), Peter Bankmann (NRW-Wissenschaftsministerium), Dr. Eduard Sailer (Kuratorium Fraunhofer IEM)

Zeigen NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eine digitale Montageanleitung für einen Schaltschrank: Prof. Ansgar Trächtler (Leiter Fraunhofer IEM, links) und Matthias Greinert (Wissenschaftler am Fraunhofer IEM).
© Foto Michael Adamski

Zeigen NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eine digitale Montageanleitung für einen Schaltschrank: Prof. Ansgar Trächtler (Leiter Fraunhofer IEM, links) und Matthias Greinert (Wissenschaftler am Fraunhofer IEM).

Matthias Greinert (Wissenschaftler am Fraunhofer IEM) zeigt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eine digitale Montageanleitung für einen Schaltschrank.
© Foto Michael Adamski

Matthias Greinert (Wissenschaftler am Fraunhofer IEM) zeigt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eine digitale Montageanleitung für einen Schaltschrank.

»Hier am Fraunhofer IEM wird Zukunft konkret gestaltet. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung intelligenter Produkte, Produktionssysteme und Dienstleistungen. Alle Akteure ziehen hier in OWL an einem Strang – das kann beispielhaft sein für andere Regionen und ist eine Bereicherung für unser Land«, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Als Projektgruppe des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen war das Fraunhofer IEM im Jahr 2011 gestartet. Das Land NRW hat diese Kooperation mit einer Anschubfinanzierung von 8,3 Millionen Euro unterstützt und freut sich nun über das erste neugegründete Fraunhofer-Institut in NRW seit über 20 Jahren.

Forschungsschwerpunkt: Industrie 4.0 und Digitalisierung

Die Fraunhofer-Gesellschaft gründet in Paderborn ihr 69. Institut mit dem Schwerpunkt intelligente Mechatronik im Kontext der Digitalisierung. Die Wissenschaftler arbeiten daran, wie technische Systeme auch in Zukunft effizient und vorausschauend entwickelt werden können.

»Der interdisziplinäre Entwicklungsansatz des Fraunhofer IEM mit dem Schwerpunkt Mechatronik ist ein zukunftsweisender Beitrag für die Region und den Maschinenbaustandort Deutschland. Damit steht das Fraunhofer IEM nicht nur exemplarisch für das Selbstverständnis der Fraunhofer-Gesellschaft, das stets auf die Anwendbarkeit von Wissenschaft zielt, sondern ist auch ein wichtiger Baustein für unsere Kompetenzen im Bereich Industrie 4.0«, so Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Fraunhofer für OWL – aus OWL

Die Initiative für ein Fraunhofer-Institut in der Region Ostwestfalen-Lippe geht auf das Engagement der hiesigen Industrie zurück. »Das Fraunhofer IEM ist ein ostwestfälisches Erfolgsprodukt. Wir Unternehmer sind stolz auf die Entwicklung des Paderborner Instituts, mit dem wir bereits seit Jahren eng zusammenarbeiten«, so Dr. Eduard Sailer, der als vormaliger Miele-Geschäftsführer gemeinsam mit 17 regionalen Unternehmen die Einrichtung des Fraunhofer IEM vorantrieb.

Prof. Dr. Ansgar Trächtler, Institutsleiter des Fraunhofer IEM betonte, wie wichtig der starke Rückhalt der Partner aus der Region für die Entwicklung der ehemaligen Fraunhofer-Projektgruppe gewesen sei. »Dem Industriekreis unter der Führung von Dr. Eduard Sailer, dem Netzwerk OWL Maschinenbau und der Universität Paderborn mit ihrem Heinz Nixdorf Institut danken wir besonders. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern hat sich – insbesondere im Spitzencluster it’s OWL – in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Das Fraunhofer IEM ist nachhaltig etabliert.«

Das Fraunhofer IEM im Überblick

Nach dem Start als Projektgruppe des Fraunhofer IPT in Aachen 2011 wurde das Fraunhofer IEM 2016 als eigenständige Einrichtung in die Bund-Länder-Förderung der Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen. Seit dem 1. Januar 2017 hat das Fraunhofer IEM nun auch offiziellen Institutsstatus und ist damit das erste eigenständige außeruniversitäre Forschungsinstitut der Region OWL.

Für den Sommer 2017 ist der Erwerb des bisherigen Standorts Zukunftsmeile 1 und ein Ausbau der Forschungsinfrastruktur geplant. Hierfür werden der Bund und das Land NRW weitere Mittel zur Verfügung stellen. Das Fraunhofer IEM beschäftigt derzeit 95 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt im Jahr 2017 über einen Gesamthaushalt von rund 11 Millionen Euro.