Technik, Organisation, Mensch: Diese drei Dimensionen geben im Projekt IviPep den Forschungsrahmen vor.

IviPep - Individualisierte virtuelle Produktentstehungsprozesse

Forschungsprojekt

Motivation und Problemstellung

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Produktionssysteme, sondern auch die Art und Weise, wie diese entwickelt werden. Technologien und Assistenzsysteme, die im privaten Alltag bereits intensiv genutzt werden, finden auch in der Produktentstehung vermehrt Einzug. Dies hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit, auf Organisation, Arbeitsprozesse und -aufgaben.

Projektziele und Lösungsansatz

Im Forschungsprojekt »IviPep – Individualisierte virtuelle Produktentstehungsprozesse« entwickelt das Fraunhofer IEM ein Instrumentarium zur menschengerechten Neugestaltung der Arbeitswelt mit digitalen Technologien und Assistenzsystemen bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung der Produktentstehung. Die drei Dimensionen Technik, Organisation und Mensch geben dabei den Forschungsrahmen und Fragestellungen vor.

Technik

  • Welche Formen digitalisierter Arbeit stiften in der Produktentstehung Nutzen?
  • Welche digitalen Technologien werden im privaten Alltag schon genutzt und wie können diese in der Produktentstehung eingesetzt werden?
  • Wie können bestehende Methoden, Werkzeuge und Prozesse der Produktentstehung durch digitalisierte Arbeit verbessert werden?

Organisation

  • In welche Prozesse und Tätigkeiten der Produktentstehung kann digitalisierte Arbeit arbeitnehmergerecht integriert werden?
  • Wie müssen Ablauf- und Aufbauorganisationen zur Einführung digitalisierter Arbeit gestaltet werden?
  • Wie lassen sich Aufwand und Nutzen von digitalisierter Arbeit für die Beschäftigten und das Unternehmen messen und optimieren?

Mensch

  • Welche Auswirkungen hat die Einführung digitalisierter Arbeit auf die Arbeitseinstellung und das Wohlbefinden der Beschäftigten?
  • Wie kann die Einführung digitalisierter Arbeit durch ein übergeordnetes Veränderungsmanagement unterstützt werden?
  • Wie können die Beschäftigten aktiv in den Veränderungsprozess mit einbezogen werden?

Mit folgenden Partnern arbeiten wir zusammen:

  • Diebold Nixdorf: Digitaler Prototyp in der seriennahen Entwicklung
  • INVENT: Digitale Technologien und Konzepte in der Satellitenstruktur-Entwicklung
  • HANNING Elektro-Werke: Digitale Technologien und Konzepte für das Konformitätsmanagement
  • HELLA: Mixed Mock-Up in der Entwicklung von Produktionssystemen

Projektsteckbrief

Projekttitel

IviPep – Individualisierte virtuelle Produktentstehungsprozesse

Laufzeit

4/2017 bis 3/2020

Förderung

Programm »Zukunft der Arbeit« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Europäischer Sozialfonds

FörderVolumeN
3,1 Mio. Euro
Kooperationspartner
  • myview systems
  • HANNING Elektro-Werke
  • INVENT
  • HELLA
  • Diebold Nixdorf
  • Universität Bielefeld
  • Fraunhofer IEM
  • Fraunhofer IOSB-INA
Projektleiterin Dr.-Ing. Lydia Kaiser

 

Ziele

Schaffung eines Instrumentariums zur Gestaltung individualisierter virtueller Produktentstehungsprozesse in der Industrie

Teilziele

  1. Konzept zur Gestaltung der digitalen Produktentstehung und der Mensch-Technik-Interaktion in der digitalisierten Welt
  2. Konzept zur humanzentrierten Gestaltung digitaler Produktentstehung
  3. Intelligenter Entwicklungsansatz für intelligente technische Systemen
  4. Mixed Mock-Up zur Planung von Produktionssystemen
  5. Digitales Werkzeug für die Entwicklung von Satellitenstrukturen
  6. Digitaler Prototyp für das Konformitätsmanagement zur Effizienzsteigerung des Produktentstehungsprozesses von Elektromotoren
  7. Vernetzte Wissensplattform für das IviPep Instrumentarium
© Bundesministerium für Bildung und Forschung
© Europäischer Sozialfond

Das Verbundprojekt IviPep wird als eines von 30 Verbundprojekten im Rahmen des Programms »Zukunft der Arbeit« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert und hat den Förderschwerpunkt »Arbeit in der digitalisierten Welt«.