Arbeit 4.0 – Gemeinsam verstehen und gestalten

Unternehmensübergreifende Workshopreihe zur Gestaltung der digitalen Transformation der Arbeitswelt

Ausgangssituation und Projektziel

Längst hat die Digitalisierung in unser Berufsleben Einzug gehalten. Der Umgang mit digitaler Technik ist schon heute selbstverständlich. In Zukunft werden moderne Technologien die Grundlage unseres Arbeitsalltags fundamental verändern. Die digitale Arbeitswelt verspricht mehr Flexibilität, Unterstützung und Erleichterung. Gleichzeitig gehen mit diesem Wandel tiefgreifende Veränderungen und Unsicherheiten einher. Digitalisierte Arbeitswelten sind noch schwer greifbar und werfen viele Fragen auf, wie z.B.:

  • Könnte menschliche Arbeit durch digitale Technologien ersetzt werden?
  • Wie verändern digitale Technologien unsere tägliche Arbeit?
  • Wie beeinflusst die Digitalisierung zukünftige Berufsbilder?
  • Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Unternehmensorganisation aus?

Produzierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Transformation der Arbeitswelt nutzenstiftend und humanzentriert zu gestalten. Denn: Unklar ist, wie sich die fortschreitende Digitalisierung ganzheitlich im Hinblick auf das Spannungsfeld Mensch-Organisation-Technik auswirkt. Konkrete Gestaltungsoptionen sind undurchsichtig, zudem gibt es vielschichtige Umsetzungsbarrieren und Stolpersteine. Diesen gilt es gemeinschaftlich und interdisziplinär zu begegnen.

Vor diesem Hintergrund initiierte das Fraunhofer IEM ein unternehmensübergreifendes Projekt mit den Unternehmen Miele, GEA und Hettich zur Erarbeitung einer Roadmap Arbeit 4.0. Ziel war die Identifikation von Handlungsfeldern zur Strukturierung des Themenfeldes Arbeit 4.0 und die Festlegung erster unternehmensindividueller Maßnahmen und Umsetzungsschritte.

Lösung und Kundennutzen

Zunächst wurdenüber 40 nutzenversprechende Arbeit-4.0-Anwendungsszenarien identifiziert und in Form von Steckbriefen aufbereitet, die konkrete, digitale Lösungen für die Arbeitswelt aufzeigen. Eine Arbeit-4.0-Canvas stellte anschließend die Auswirkungen dieser Anwendungen im Spannungsfeld Mensch-Organisation-Technik heraus. Auf dieser Grundlage konnten 16 Handlungsfelder identifiziert werden, in denen der digitale Wandel der Arbeitswelt gestaltet werden kann. Mithilfe dieser Handlungsfelder sind schließlich Maßnahmen zur nachhaltigen Einführung der Anwendungsszenarien erarbeitet worden. Eine Arbeit-4.0-Roadmap fasst diese insgesamt 40 übergeordnete Maßnahmen sowie 163 spezifische Ausprägungen übersichtlich zusammen.

Die Ergebnisse des Industriekreises Arbeit 4.0 bieten drei konkrete Nutzenpotenziale:

  • Der Steckbrief-Katalog an Arbeit-4.0-Anwendungsszenarien gibt einen umfassenden Überblick über konkrete Einsatzmöglichkeiten von digitalen Lösungen für die Arbeitswelt mit den dazugehörigen Chancen und Risiken.
  • Die Arbeit-4.0-Handlungsfelder ermöglichen eine Strukturierung des Themenfelds und tragen zu einem besseren Verständnis für digitale Arbeitswelten sowie den damit verbundenen Auswirkungen bei. Dies zielt insbesondere auf eine ganzheitliche Betrachtung ab, bei der neben der technologischen Perspektive auch die Faktoren Mensch und Organisation Berücksichtigung finden.
  • Die Arbeit-4.0-Roadmap stellt eine Maßnahmenübersicht zur Verfügung, mit deren Hilfe eine nachhaltige Einführung der identifizierten Arbeit-4.0-Anwendungsszenarien möglich wird.